(20) Zum Fremdkapital zählen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Das sind Ansprüche natürlicher oder juristischer Personen auf die Leistung von Geldzahlungen durch das Unternehmen.
Fremdkapital gliedert sich in:
Verbindlichkeiten→ Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten z.B.: Darlehen, Löhne, Gewährleistungen, Gerichtskosten.
man unterscheidet:
Einerseits gibt es Rückstellungen. Das unsichere Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten oder sich selbst. z.B.: anstehende Gerichtskosten die noch nicht konkret bekannt sind oder Gewährleistungsansprüche, die immer geltend gemacht werden könnten.
Und anderseits gibt es Rücklagen. Sie sind Bestandteile des Eigenkapitals, sind frei investierbar und können aus einbehaltenen Gewinn gebildet werden und werden auch zur Abdeckung von Verlusten verwendet. z.B.: Gewinnrücklage oder Stille Rücklage.
Eine Verpflichtung stellt bilanzrechtlich nur dann eine Verbindlichkeit dar, wenn die finanzielle Belastung und der Eintrittszeitpunkt bekannt sind. Ungewisse Verbindlichkeiten, also Verpflichtungen, die zu erwarten sind, bei denen Höhe und/oder Eintrittszeitpunkt aber unklar sind, werden in Abgrenzung zu Verbindlichkeiten als Rückstellungen bezeichnet und bilanziert.